Orpheus kommt!

Eurythmieaufführung zu Orpheus während Rilke-Tagung vom 28.2. bis 1.3.2020 am Goetheanum

Die Kulturtagung «'Gesang, wie du ihn lehrst, ist nicht Begehr …' Rilkes orphische Wege» befasst sich mit Leben und Werk Rainer Maria Rilkes. Rilke, der durch die Kriegsjahre innerlich tief verwundet worden war, fand seinen unversehrten Raum und Zufluchtsort für die letzten Lebensjahre in der Schweiz. Dort verlebte er Tage «ungeheuren Gehorsams im Geist», die es ihm ermöglichten, 1922 die Duineser Elegien und die Sonette an Orpheus zu vollenden.

Ein Höhepunkt der Tagung ist die Eurythmieaufführung am Samstagabend: «Orpheus – Sein ins Innerste gehender Gesang öffnet die Pforten der Unterwelt.» Angeregt durch das antike griechische Theater geht in der Inszenierung von Gioia Falk die Figur des Orpheus durch die Handlung - gleichzeitig entstehen aus dem Chor die bewegte Natur, Nymphen, Furien, Nebel, Schatten und die Bacchantinnen, durch die Orpheus schließlich sein Ende findet. Wie ist es möglich, dass Orpheus über Jahrtausende die Menschen bewegt? Durch seinen Gesang öffnen sich Orpheus die Pforten der Unterwelt. Nach tiefer Erschütterung betritt er gereift die Oberwelt. Er lebt die Zukunft vor. Der Mythos wird beleuchtet mit Dichtung modernerer Zeit.
Alvaro Castro, Giulia Cavalli, Anne-Kathrin Korf, Christian Loch, Hiromi Mori, Enrica Perotti, Sepideh Saeidi, Lisa Tillmann, Eurythmie; Gotthard Killian, Komposition und Musik; Catherine Ann Schmid, Sprache; Enrica Perotti, Kostüme; Christian Loch, Masken; Gioia Falk, Textfassung/künstlerische Leitung

Hier Flyer und Online-Anmeldung zur Tagung

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