Primärliteratur

Christiane Haid (Hg.)

Rudolf Steiner: Urbild menschlicher Entwicklung,  Verlag Futurum 2013

Das Rosenkreuz nimmt als grundlegende Bildmeditation in der meditativen Praxis der Anthroposophie eine zentrale Stellung ein. Ab 1905 skizziert Rudolf Steiner in esoterischen Stunden wie auch in öffentlichen Vorträgen die Bedeutung und vor allem den Sinngehalt dieser zentralen Bildmeditation der Anthroposophie immer wieder neu. Neben Goethes Fragment "Die Geheimnisse" ist der Gral als verwandtes Motiv Gegenstand der Betrachtung. Stehen in der frühen Zeit mehr der symbolische Bedeutungsgehalt und die Beziehung zum esoterischen Christentum im Mittelpunkt der Ausführungen, so verstärkt sich zunehmend der Blick auf methodische Fragestellungen des Bildaufbaus und der Gestaltung der Gefühle. Dies erreicht in dem Werk "Die Geheimwissenschaft im Umriss" seinen Hohepunkt. So zeigen die verschiedenen Darstellungen der Rosenkreuzmeditation wegweisende Bilder der Lauterung und Verwandlung des Menschen und laden zu einem beweglichen Umgang ein.

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Christiane Haid, Martina Maria Sam (Hg.)

Rudolf Steiner über Goethes "Faust", Grundlagen (Band 1), Verlag am Goetheanum 2016

Rudolf Steiner setzte sich über Jahrzehnte immer neu mit der Faust-Dichtung Goethes auseinander. Faust war ihm der Repräsentant des «Menschen der neueren Zeit», der den frommen Glauben des Mittelalters hinter sich gelassen hat und in unbedingtem Erkenntnisdrang im Geiste der Neuzeit die Welt erforschen will.
Band 1 umfasst ausgewählte Texte und Vorträge Rudolf Steiners, in denen er auf grundlegende Motive der Faust-Dichtung blickt und den inneren Bogen des Gesamtwerkes herausarbeitet, der zugleich den unterschiedlichen Charakter der beiden Teile des Werkes – Faust I und Faust II – verständlich macht.

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Christiane Haid, Martina Maria Sam (Hg.)

Rudolf Steiner über Goethes "Faust", Szenenkommenatare (Band 2), Verlag am Goetheanum 2016

Band 2 enthält Ausführungen zu einzelnen Szenen der Faust-Dichtung, die teilweise in Zusammenhang mit Inszenierungen gegeben wurden, die Rudolf Steiner ab 1915 am Goetheanum realisierte. In diesen Vorträgen oder Vortragsausschnitten werden Einblicke in den Aufbau und in konkrete Details einzelner Akte und Szenen gegeben, die die spirituellen Dimensionen des Textes beleuchten.

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Hellmundt, Christoph (Hg.)

Andrej Belyj, Aufzeichnungen eines Sonderlings, Verlag am Goetheanum 2012

Auf der rein äußerlichen Ebene des Handlungsablaufs sind die «Aufzeichnungen eines Sonderlings» die Erzählung von der Rückkehr des Schriftstellers Leonid Ledjanoi, der während des Krieges zur Armee einberufen wurde, aus der Schweiz in die Heimat, nach Russland. Auf dieser Reise, die durch Frankreich, England, Norwegen, Schweden und Finnland führt, stößt er auf eine Reihe von Hindernissen, die er in einem besonderen, durch seinen derzeitigen seelischen Zustand bedingten Licht sieht und erlebt: den Abschied von der Geliebten, die Trennung von dem Lehrer, den Verlust des gewohnten anthroposophischen Umfeldes. Die physischen Ereignisse werden als gewisse Zeichen des Schicksals, als dessen Schriftzeichen auf dem Pfade der Einweihung wahrgenommen. Schriftzeichen, die es richtig zu lesen gilt: «Und meine Beschreibung der Reise ist nicht die Beschreibung dessen, was sich abgespielt hat; sie ist die Beschreibung dessen wie ich es las; und wie ich dabei in Verwirrung geriet.»

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Andrea Hitsch (Hg.)  

Welch reicher Himmel Stern an Stern
Aus 100 Jahren anthroposophisch inspirierter Dichtung, Verlag am Goetheanum 2016

Die Anthologie anthroposophisch inspirierter Dichtkunst stellt erstmals das Schaffen zahlreiche Dichter und in anderen Berufen tätigen Wortkünstler vor. Vergessen sind viele, und viele sind uns Heutigen inzwischen unbekannt, wenngleich – nach dem Goethe-Wort: „Welch‘ reicher Himmel, Stern bei Stern!“, hier zahlreiche bisher ungehobene Schätze ihrer Neuentdeckung harren. Einige wenige Namen seien stellvertretend für die Vielen genannt: Ema Krell-Werth, Nellie  Drescher-Wilkinson, Hilde Stockmeyer, Paul Bühler, Gertrud Fundinger, Kurt Piper, Heinz Müller, Felix Braun, Albert Steffen, Richard Schubert.

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Günter Kollert (Hg.)  

Der siebte Saal, Fernando Pessoas "Botschaft" von ihm selbst entschlüsselt, Verlag am Goetheanum 2016

Der tiefschürfende und rätselhaft mythische Gedichtzyklus „Botschaft“ verrät uns etwas von Fernando Pessoas wahrem Antlitz. 44 formvollendete Gedichte entfalten den mittelalterlichen Ursprung Portugals und lassen ihn im Gewande eines gegenwärtigem Mythos erscheinen. In eindringlichen Bildern erzählen sie vom weltgeschichtlichen Auftrag Portugals, im Dienste des Zeitgeistes zu den Entdeckungsfahrten „bis an die Enden der Erde“ aufzubrechen. Sie münden in die Vision einer ersehnten Menschheitszukunft, die in dem Mythos des verhüllten Königs Dom Sebastião gipfelt. Die „Botschaft“ wird durch einen Essay über Pessoas Lebensgang und Materialien aus der Feder des Dichters erhellt. Nationale Geschichte und menschheitlicher Mythos verschmelzen in der „Botschaft“ in überraschender Weise und lassen vor dem inneren Auge des Lesers eine ungewöhnliche Welt erstehen, die über die historischen Ereignisse hinaus Pessoas esoterisch-poetisches Universum ausmacht.

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René Madeleyn (Hg.)

Dichter und Prinzessin, Rainer Maria Rilke und Elya Maria Nevar, Eine Freundschaft in Briefen, Aufzeichnungen und Dokumenten, Verlag am Goetheanum 2016

Für Rilke war Elya Maria Nevar die treue Herzensfreundin der späten Kriegsjahre in München. Er entdeckte sie als junge Darstellerin der Prinzessin Elya in einem mittelalterlichen Georgsspiel, das ihr späterer Ehemann Max Gümbel-Seiling inszenierte. Rilke besuchte alle Aufführungen dieses Spiels, ohne zunächst auf sie zuzugehen. Sie wiederum identifizierte sich mit dieser Rolle so, dass sie anstelle ihres ursprünglichen Namens «Else» den der Prinzessin als Künstlernamen behielt. Im Februar 1918 sind beide in einem Vortrag Rudolf Steiners über das «Sinnlich-Übersinnliche in seiner Verwirklichung durch die Kunst.» Elya ist begeistert und widmet ihr weiteres Leben als Schülerin Rudolf Steiners der Anthroposophie, Rilke ist skeptisch, wie er seinem Dichterkollegen Albert Steffen in einem anschließenden Gespräch gesteht. Noch kam es zu keiner persönlichen Begegnung zwischen Rilke und Elya, doch dann führt der erste Brief an Rilke zu einer Einladung, vielen Begegnungen und einer Freundschaft, die sich in den insgesamt 155 Briefen spiegelt und über sieben Jahre fortsetzt.

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Johannes Nilo (Hg.)

Dornacher Briefe, Andrej Belyj, Natascha Pozzo, 1913 bis 1917, Verlag am Goetheanum 2019

Ein anderer werden – so kann die Krisenzeit Andrej Belyjs, die er von 1914 bis 1916 in Dornach verbringt, zusammengefasst werden. Es ist seine Lebensmitte. Altes wird abgelöst und neue Anlagen für den Rest seines Lebens werden gebildet. Es ist «ein reicheres Leben als das gesamte Leben ‹davor› und das Leben ‹danach›». – Bisher unveröffentlichte Briefe geben, neben Details zu dem Leben um Rudolf Steiner, einen intimen Einblick in die innere Entwicklung Andrej Belyjs. Es sind Briefe an die bisher wenig bekannte Persönlichkeit Natascha Pozzo-Turgenjewa (1886 – 1942). – Die vorliegenden Dokumente und deren Begleittexte ermöglichen einen neuen Einstieg in Belyjs Werk. Bereits erschienene Studien werden in Erinnerung gerufen und mit dieser Publikation erweitert.

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