Rudolf Steiners «Grundlinien einer Erkenntnistheorie der Goetheschen Weltanschauung» als Keim einer neuen Wissenschaftskultur

Studientagung vom 18. bis 20. März 2022

Goethe hatte die «feste Überzeugung, daß unser Geist ein Wesen ist ganz unzerstörbarer Natur; es ist ein fortwirkendes von Ewigkeit zu Ewigkeit» (Eckermann, 2. Mai 1824). Jenes fortwirkende und unzerstörbare Wesen des Geistes zeigt sich uns im erkennend-denkenden und im künstlerisch-hervorbringenden Schaffen. In beidem ist der Mensch aus sich selbst heraus in Freiheit tätig; er wird vom Geschöpf zum Schöpfer «ewig-tätiger Vorstellungen». Diese Tatsache entwickelt und begründet Rudolf Steiner 1886 in den Grundlinien aus Goethes Weltanschauung heraus in der Auseinandersetzung mit denjenigen philosophischen Erkenntnistheorien, die die Grenzen zwischen Ich und Welt absolut setzen.

Dass Rudolf Steiner mit den Grundlinien einen Keim gelegt hat, ist als eine direkte Arbeitsanweisung zu verstehen. Im Keim ist alles Vergangene und Zukünftige eingeschlossen. Wir können im Sinne Goethes aus unseren Wissenschaften heraus diesen Keim entwickeln. Auf der Tagung wollen wir dies mit verschiedenen Disziplinen versuchen – Philosophie, Medizin, Natur- und Geisteswissenschaften und Kunst – und zugleich zusammen am Text selbst arbeiten.

Arbeitsgruppen

1. Andreas Blaser: Gemeinsame Arbeit am Kapitel 13 über «Das Erkennen»
2. Christina Ebersbach: Arbeit am Denken als «höhere Erfahrung innerhalb der Erfahrung» - Textarbeit an Teil C «Das Denken»
3. Esther Gerster: Malen und Hell-Dunkel-Zeichnen
4. Astrid Oelssner: «Kunst vermittelt das Unaussprechliche», Plastizieren
5. Jaap Sijmons: Die sieben Gedankenschritte in den «Grundlinien»
6. Renatus Ziegler: Übungen zum Text: Erfahrung, Verstand und Vernunft, vorstellendes und reines Denken

Flyer mit ausführlichem Programm hier downloaden

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