KUNST UND NATUR. 100 Jahre Rudolf Steiners «Naturstimmungen» Ausgabe 2/2022 der Zeitschrift «STIL Goetheanismus in Kunst und Wissenschaft»

Mai 1922 gab Rudolf Steiner der Malerin Henni Geck auf ihre Anfrage hin neun Schulungsskizzen für Maler, mit denen sie ihren Malunterricht gestalten sollte. Die neun ersten Skizzen mit dem Thema «Naturstimmungen», von Rudolf Steiner in wenigen Minuten mit Pastell auf Packpapier hingeworfen, zeigen zentrale Motive aus der Natur: «Sonnenaufgang» und «Sonnenuntergang» in zweifacher Ausführung, einige Motive zu «Mondaufgang», «scheinender Mond» und «Monduntergang», «Sommerbäume» und «fruchtende Bäume». Die zunächst unscheinbar aussehenden Motive haben in den letzten hundert Jahren bei Malerinnen und Malern zu einem vielfältigen Umgang mit diesen Skizzen geführt. Von sorgfältigem Nachmalen, über Meditieren bis hin zu freien Gestaltungen sind sie in sehr unterschiedlicher Weise aufgegriffen worden.

Diese Skizzen scheinen 100 Jahren angesichts der ökologischen Krise aktueller denn je, und dies für jeden Menschen. Denn, was zeigen sie uns? Es sind keine Abbildungen des äußeren Naturgeschehens! Betrachtet man die Skizzen, so kann man für ein Geschehen wach werden, was sich erst in einem vertieften Anschauen der Natur offenbart – und hier ist die Kunst die sprechende Anregerin und Vermittlerin.

Die vorliegende Ausgabe des STIL enthält als einen roten Faden, durch die Kunst anders sehen zu lernen – dies eröffnet uns die heute notwendigen neuen Ausblicke auf die Natur und die Zukunft des Menschen.

Link zur Zeitschrift «STIL Goetheanismus in Kunst und Wissenschaft»

 

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